LETZTE AKTUALISIERUNG 13.06.2024
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im DDV e.V. Voraussetzungen für die Aufnahme
WELCHE VORAUSSETZUNGEN MÜSSEN MEINE ZUCHTHUNDE ERFÜLLEN Jeder   Zuchthund,   der   im   DDV   e.V.   tätig   sein   möchte,   braucht   bestimmte   Untersuchungen.   Diese   dienen   dazu,   bestimmte,   vererbbare   Grunderkrankungen   auszuschließen,   die   er   an seine Nachkommen weitergeben könnte. AEP Die   AEP   (akustisch   evozierte   Potenziale)   ist   ein   wichtiger   Bestandteil   einer   guten   und   seriösen   Zuchtstätte.   Ab   einem   Alter   von   frühestens   4   Wochen   können   Welpen   AEP   untersucht werden. In der Regel erfolgt die Untersuchung jedoch zwischen der sechsten und siebten Lebenswoche, da die Welpen für die Identifikation gleichzeitig gechipt werden. Um   eine   AEP   durchführen   zu   können,   muss   der   Welpe   sediert   werden   d.   h.   der   Welpe   wird   schlafen   gelegt.   Vorher   werden   Herz   und   Lunge   ordentlich   abgehört,   um   gesundheitliche Risikofaktoren   durch   die   Sedierung   ausschließen   zu   können.   Ohne   Sedierung   ist   eine AEP   nur   schwerst   möglich,   da   ihm   Elektroden   in   die   Haut   gepiekst   werden,   ähnlich   wie   bei   einer Akkupunktur.   Durch   Klickgeräusche   die   aus   Öhrstöpseln   kommen   wird   die   jeweilige   Hirnwelle   gemessen.   Ein   Welpe   wird   diese   Untersuchung   kaum   ohne   Sedierung   über   sich   ergehen lassen zumal die Hirnwellen sich in einem ruhigen Fluss befinden müssen um den genauen Ausschlag der Hirnwelle auf das Klickgeräusch messen zu können. Nach   Messung   beider   Gehörgänge   wird   der   Welpe   gechipt   und   bekommt   die   “Hallo-wach-Spritze”   mit   dem   das   Narkosemittel   aufgehoben   wird.   Ist   der   Welpe   einigermaßen   wach   sollte er   in   sein   Zuhause   gebracht   werden,   wo   er   in   gewohnter   und   stressfreier   Umgebung   den   “aufregenden Tag”   verdauen   kann. Als Auswertung   bekommt   der   Züchter   die AEP   Kurven   mit, auf denen das Resultat noch einmal schriftlich vermerkt wird. HD/PennHip Die   so   genannte   Hüftgelenksdysplasie   (HD)   ist   eine   angeborene   Erkrankung   der   Hüfte,   bei   welcher   die   Form   und   Lage   des   Hüftgelenkes   verändert   ist,   so   dass   diese   nicht   zu   100% ineinander   passen.   Auf   Grund   der   genetischen   Vererbung   der   Hüftgelenksdysplasie   ist   es   die   Aufgabe   des   Züchters   und   des    Vereines   eine   Verpaarung   mit   diesem   Gesichtspunkt gewissenhaft   zu   beurteilen.   Aus   diesem   Grund   gestatten   wir   in   unserem   Verband   nur   die   Verpaarung   von   Zuchttieren   mit   HD   -   A   Hüften   oder   die   Verpaarung   einer   HD   -B   Hüfte   mit einer HD - A Hüfte, Hunde mit einer HD - C oder gar einer HD - D werden nicht zur Zucht zugelassen. Die   PennHip   ist   eine   neuere   Hüftaufnahmetechnik   zur   besseren   Beurteilung   der   Hüftgelenksdysplasie.   Da   die   bisherige   Lagerungstechnik   in   den   letzten   50   Jahren   nicht   zu   einer Reduzierung   des   HD-Aufkommens   geführt   hat,   hat   die   „University   of   Pennsylvania“   das   Pennsylvania   Hip   Improvement   Program,   zu   deutsch   Pennsylvania   Hüft-Verbesserungs- Programm   ins   Leben   gerufen.   Hier   werden   zwei   weitere   Röntgenaufnahmen   in   einer   Position   gemacht,   welche   der   normalen   Hüftbelastung   beim   Hund   ähnelt.   Diese Aufnahmen   helfen für   die   Beurteilung   der   Lockerheit   der   Hüfte,   denn   auch   lockere   Hüften   führen   auf   Grund   der   Kapselüberdehnung   zu   Schmerzen.   Die   Beurteilung   der   Lockerheit   der   Hüftgelenke   kann bereits   ab   einem   Lebensalter   von   16   Lebenswochen   erfolgen.   Bisher   gibt   es   in   Deutschland   nur   wenige   Praxen,   die   eine   Zertifizierung   für   diese Aufnahmetechnik   haben.   Jedoch   ist   in Zukunft damit zu rechnen, dass die PennHip auch in Deutschland für die Zucht immer mehr an Bedeutung gewinnt. ED Die    Ellenbogengelenksdysplasie    (ED)    ist    ein    chronisch    verlaufender    Krankheitskomplex    des    Ellenbogengelenks    schnellwüchsiger    Hunderassen.    Die    ED    stellt    eine    vererbte Entwicklungsstörung   des   wachsenden   Skeletts   dar.   Hohes   Körpermassewachstum   und   Fütterungsfehler   sind   weitere   begünstigende   (prädisponierende)   Faktoren.   Die   ED   beginnt   in der   späten   Wachstumsphase   bei   vier   bis   acht   Monate   alten   Jungtieren   mit   einer   schmerzhaften   Veränderung   des   Gelenks   und   der   gelenkbildenden   Knochenteile   (Osteoarthrose)   mit Lahmheit.   Der   Bewegungsumfang   des   Ellenbogengelenks   ist   eingeschränkt.   Frühzeichen   sind   Steifigkeit   am   Morgen   oder   nach   Ruhepausen.   Die   Krankheit   schreitet   lebenslang   fort und ist nicht heilbar, eine weitgehende Schmerzfreiheit kann aber in vielen Fällen erreicht werden. Auch   wenn   der   Dalmatiner   nicht   einmal   ansatzweise   so   stark   betroffen   ist   wie   andere   Hunderassen,   möchten   wir   gar   nicht   erst   riskieren   mit   daran   erkrankten   Hunden   zu   züchten. Demensprechend ist die ED im DDV e.V. ebenfalls eine Pflichtuntersuchung. OCD Die    Osteochondrose    (OCD)    ist    eine    Erkrankung    am    Bewegungsapparat    des    Hundes,    welche    primär    im    Bereich    der    Schultergelenke,    aber    auch    an    Ellenbogen-,    Knie-    und Sprunggelenken   auftritt.   Als   typische   Wachstumserkrankung   beschränkt   sich   ihr   „Tätigkeitsfeld“   auf   das   unreife   Skelett   heranwachsender   Hunde.   Bedingt   durch   eine   Störung   des Knorpelwachstums   kommt   es   zu   einer   kritischen   Knorpelverdickung.   Hierdurch   können   tiefere   Schichten   des   Knorpels   nicht   mehr   ausreichend   ernährt   werden,   was   letztendlich   zum Absterben   des   Knorpels   führt.   Dieser   vor   dem   vierten   Lebensmonat   beginnende   Prozess   geht   häufig   einher   mit   starken   Schmerzen   und   führt   i.   d.   R.   zwischen   dem   sechsten   und achten   Lebensmonat   zu   Lahmheit   und   steifem   Gang.   Um   dieser   Krankheit   in   den   Nachkommen   unserer   Züchter   gar   nicht   erst   aufkommen   zu   lassen,   müssen   alle   Zuchthunde   auf   die etwaige Vererbbarkeit untersucht werden. FARBUNTERSUCHUNGEN Im   DDV   e.V.   ist   es   Pflicht,   sich   auf   bestimmte   Farbschläge   untersuchen   zu   lassen.   Aber   nicht   etwa   um   die   Verbreitung   dieser   Farben   zu   stoppen,   sondern   eher   um   sie   zu   fördern. Warum   wollen   wir   das?   Es   gibt   Farben,   die   nachweislich   keine   schädlichen Auswirkungen   auf   den   Hund   haben.   Die   Farben   Lemon,   Orange   und   Tricolor   sind   reine   Geschmackssache, so   wie   die   Standardfarben   auch.   Das   ist   aber   nur   ein   Grund,   warum   wir   wissen   möchten,   was   der   Vierbeiner   so   in   sich   trägt.   Die   Untersuchungen   tragen   ebenfalls   dazu   bei, Rückschlüsse aus der ahnenbedingten Vererbarkeit ziehen zu können.